Mit uns auf dem neuesten Stand bleiben.

News-Blog

Gerne senden wir Ihnen unsere Updates zu Corona und anderen brennenden Themen direkt in Ihr Postfach. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Rundschreiben“ an info(at)kanzlei-wph.de.

14.09.2021

Wir freuen uns, dass heute gleich sieben unserer Mitarbeiter die renommierte Fortbildung zum Fachassistenten Digitalisierung und IT-Prozesse (kurz: FAIT) beginnen. Die Lerninhalte reichen von der Analyse und Beurteilung vorhandener digitaler Prozesse über aktuelle Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit bis hin zu noch ungenutzten Potenzialen zur Automatisierung von Arbeitsabläufen. Am Ende des berufsbegleitenden Kurses werden sie die Kanzleileitung bei der Weiterentwicklung unserer Digitalstrategie unterstützen und unsere Mandanten bei deren Umsetzung begleiten. Damit ist unser digitales Expertenteam künftig noch breiter aufgestellt.

31.08.2021

Die stetige Weiterentwicklung unserer digitalen Kompetenz ist uns sehr wichtig. Deshalb haben wir uns auch in diesem Jahr dem Audit von TopDigi.Org gestellt. Nach dreitägiger Evaluation in 94 Kategorien kommen die Experten zu dem Schluss, dass wir die Anforderungen des „TOPDigital“-Zertifikats 2021 mit voller Punktezahl (100/100) erfüllen – als eine von nur sieben Kanzleien in Deutschland. Das bescheinigte Know-how ist hoffentlich auch dort spürbar, wo es darauf ankommt: in der Zusammenarbeit mit unseren Mandanten.

06.08.2021

In dieser Woche ist eine einschneidende Gesetzänderung zum so genannten „Geldwäschegesetz“ in Kraft getreten. Dabei geht es um Gesellschaften und ihre Verpflichtung, Daten zu ihren „wirtschaftlich Berechtigten“ im Transparenzregister offenzulegen. Zum 01.08.2021 ist das Transparenzregister in ein „Vollregister“ umgewandelt worden, woraus sich für viele Unternehmen konkreter Handlungsbedarf ergibt. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten dazu.

1)  Welche Gesellschaften müssen melden?

  • Aktiengesellschaften, GmbH, UG, Stiftungen, Genossenschaften etc.
  • OHG, KG, PartG etc. (Ausnahme: GbR, Grundstücksgemeinschaft)
  • Trusts und Treuhänder
  • ausländische Gesellschaften mit Immobilienbesitz in Deutschland

2)  Was muss gemeldet werden?

  • Vor- und Nachname
  • Geburtsdatum
  • Wohnort
  • Wohnland
  • Staatsangehörigkeit
  • Typ sowie Art und Umfang des wirtschaftlichen Interesses (Beteiligungsquote/Stimmrechte)

3)  Gibt es Ausnahmen?    

Eingetragene Vereine müssen (zumindest noch) nicht zusätzlich zum Vereinsregister melden. Die Daten werden automatisch in das Transparenzregister übernommen.

4)  Wie sehen die Sanktionen aus?

Bei „Leichfertigkeit“ (z. B. einmalig/ kurzfristig) beträgt das Bußgeld 100.000 Euro, bei wiederholtem oder bewusstem Nicht-Melden können bis zu 1 Mio. Euro fällig werden.

5)  Wer kann die Daten einsehen?

Jeder darf Einsicht nehmen; die alte Beschränkung auf das „berechtigte Interesse“ gibt es nicht mehr.

6)  Wer ist verantwortlich?

Die Geschäftsführung muss die Eintragung vornehmen oder einen Steuerberater oder Rechtsanwalt damit beauftragen.

7)  Was Sie jetzt genau tun müssen

... hängt von Ihrer bisherigen Handlungsweise ab.

Wenn Sie Ihre Daten bereits beim Transparenzregister gemeldet haben, überprüfen Sie bitte die Angaben auf Richtigkeit und Aktualität.

Wenn Sie bisher noch nichts gemeldet haben, sollten Sie dies umgehend erledigen.

Dabei gilt: Sofern Ihre Daten bisher in einem anderen Online-Register wie zum Beispiel dem Handelsregister oder dem Partnerschaftsregister gemeldet und online verfügbar waren, Sie also unter die jetzt wegfallende so genannte „Meldefiktion“ gefallen sind, gibt es eine Übergangsfrist bis 2022 (für AG, SE und KGaA bis 31.03.2022; für GmbH, Genossenschaft, Europäische Genossenschaft oder Partnerschaft bis 30.06.2022; in anderen Fällen bis 31.12.2022). Stehen Ihre Daten aber noch nicht online bereit, gibt es diese Übergangsfrist nicht.

8)  Wo muss gemeldet werden?

Die Möglichkeit zur Registrierung sowie weitere Informationen finden Sie unter www.transparenzregister.de.

Für weitergehende Fragen insbesondere zu den verschiedenen Sonderregelegungen empfehlen wir Ihnen die Rücksprache mit einem Anwalt, da wir hierzu keine (Rechts-)Beratung vornehmen dürfen.

Auf Wunsch unterstützen wir Sie aber bei der Eintragung Ihrer Daten. Bei Interesse an dieser Leistung kommen Sie gerne auf uns zu.

28.04.2021

In allen Niederlassungen testen sich unsere Mitarbeiter nun regelmäßig und nach neuesten wissenschaftlichen Standards per Selbsttest auf das Coronavirus. Mit dieser Maßnahme minimieren wir das Risiko möglicher Ansteckungsketten und plötzlicher Arbeitsausfälle – damit unsere Zusammenarbeit maximal sicher und zuverlässig bleibt.

24.03.2021

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen schicken wir unsere Mitarbeiter nochmals verstärkt ins Homeoffice und beschränken die Anwesenheit in unseren Niederlassungen auf das Nötigste. Wir bitten daher unbedingt um telefonische Anmeldung, wenn Sie Unterlagen persönlich abgeben oder abholen möchten. Darüber hinaus folgen wir der ursprünglichen Idee von Bund und Ländern und halten am Gründonnerstag „Osterruhe“. Alle laufenden und insbesondere Ihre zeitkritischen Angelegenheiten werden selbstverständlich trotzdem weiterhin zuverlässig bearbeitet. Lassen Sie uns zuversichtlich bleiben und die vorhandenen digitalen Möglichkeiten nutzen, um im regen Austausch miteinander zu bleiben. Wir wünschen Ihnen gutes Durchhaltevermögen und trotz allem ein fröhliches Osterfest.

25.02.2021

Um sowohl Auszubildende als auch Ausbildungsbetriebe während der Coronavirus-Krise zu schützen, gewährt das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ kleinen und mittleren Unternehmen bereits seit 2020 diverse Ausbildungs- und Übernahmeprämien. Nun sollen die Zuschüsse nochmals erhöht werden. Näheres dazu erfahren Sie hier.

25.02.2021

Wer derzeit Kurzarbeitergeld in Anspruch nimmt, sollte unbedingt im Blick behalten, wie lange der Bezug genehmigt wurde. Sollte der Zeitraum auslaufen und eine neue Anzeige nötig sein, nehmen Sie bitte frühzeitig Kontakt mit uns auf.

19.02.2021

Die lang ersehnte Corona-Überbrückungshilfe III ist angelaufen. Nachdem wir uns in den vergangenen Tagen intensiv in die Thematik eingearbeitet haben, sind Anträge ab sofort über uns möglich.

In der dritten Runde des Bundesprogramms sollen Unternehmen unterstützt werden, die wegen der Coronavirus-Pandemie im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 unter massiven Umsatzeinbußen leiden. Allerdings wurden die Hürden gegenüber den vorangegangenen Förderphasen deutlich gesenkt.

Zu den Neuerungen gehören unter anderem ausgeweitete Fixkostenzuschüsse, die Berücksichtigung größerer Unternehmen, ein deutlich höherer Förderhöchstbetrag pro Monat (1,5 Mio. Euro) und Zusatzregelungen für besonders stark betroffene Bereiche wie die Reise- und Veranstaltungsbranche. Alle Einzelheiten lesen Sie auf der Überblicksseite und in den FAQ des Bundeswirtschaftsministeriums.

Für Soloselbständige gibt es außerdem eine „Neustarthilfe“, die allerdings nicht gleichzeitig mit der Überbrückungshilfe III in Anspruch genommen werden kann. Auch zu diesem einmaligen Zuschuss von bis zu 7.500 Euro klärt das Ministerium mit einem Fragenkatalog auf.

Kreative seien zudem auf die Rettungsschirme des Freistaats Bayern für Kunst- und Kulturschaffende hingewiesen. Diese fasst das Bayerische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft auf seiner Homepage gut zusammen.

Wir möchten nichts beschönigen: Das bürokratische Chaos setzt sich fort, es sind noch einige Parameter unklar und Fragen offen. Doch wir haben uns eingehend mit der Materie beschäftigt und Berechnungsmodelle für Ihre individuellen Voraussetzungen und Ansprüche vorbereitet.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie in Betracht ziehen, die Überbrückungshilfe III zu beantragen. Wir geben wie immer unser Bestes, um Sie bei der Bewältigung dieser Krise zu unterstützen.

02.02.2021

Weit mehr als 100 Unternehmer folgten der Einladung der VR-Bank Mittelfranken West eG zu ihrem Webinar rund um das Thema Corona-Hilfen. Als Teil der Expertenrunde gab auch WPH-Geschäftsführer Stefan Maier einen Überblick über die aktuellen Unterstützungsangebote und referierte über die knifflige Frage nach der Antragsberechtigung, die Komplexität der Maßnahmen und die zu erwartende Höhe der Zuschüsse. Er rate Betroffenen vor allem dazu, die maßgeblichen Zahlen der Firma parat zu haben, um gemeinsam mit dem Steuerberater schnell handeln zu können, sagte er. Die gesammelten Präsentationsfolien zur Veranstaltung finden Sie hier

29.01.2021

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Krise wurde die Abgabefrist für durch Steuerberater erstellte Steuererklärungen 2019 bis zum 31.08.2021 verlängert. Auch Stundungsmöglichkeiten wurden zeitlich ausgedehnt: Steuerpflichtige, die durch die Pandemie stark beeinträchtigt sind, können für bis zum 31.03.2021 fällige Steuern einen Antrag auf Stundung bis längstens 30.06.2021 stellen.

Einladung: Webinar „Corona-Hilfen“ am 28.01.2021

Wie viele Betroffene schmerzlich erfahren mussten, sind die Corona-Hilfen in den vergangenen Monaten – wenn überhaupt – nur sehr zäh geflossen. Die Gründe dafür sind ebenso vielfältig, wie die Fördermöglichkeiten und
-voraussetzungen unübersichtlich geworden sind.

Um etwas Licht ins Dunkel der Unterstützungsangebote zu bringen, veranstaltet die VR-Bank Mittelfranken West eG eine Online-Veranstaltung:

Webinar „Corona-Hilfen“
Donnerstag, 28.01.2021
9.30 bis ca. 10.30 Uhr

Neben Dr. Gerhard Walther (Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Mittelfranken West eG), Yvonne Stolpmann (IHK) und Claus Herzmansky (DZ Bank) fasst auch Stefan Maier (Geschäftsführer WPH GmbH & Co. KG) bisherige Erfahrungen zusammen, zeigt aktuelle Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten auf und gibt Ausblicke auf die weitere Entwicklung.

Ihre Fragen können Sie gerne schon vorab an corona-foerderung-fragen(at)vr-mfr.de mailen oder live während des Webinars stellen.

Näheres zur Veranstaltung erfahren Sie auf der Homepage der VR Bank. Direkt zur Anmeldung geht es hier.

06.01.2021

Ab sofort sind Anträge für die Dezemberhilfe möglich. Die Dezemberhilfe können nur Unternehmen beanspruchen, die wegen der Coronavirus-Pandemie per Verordnung ab dem 02.11.2020 geschlossen wurden und dringend wirtschaftliche Hilfe brauchen – folglich alle, die auch Anspruch auf Novemberhilfe hatten. Alle anderen, die erst Mitte Dezember schließen mussten (z. B. Einzelhandel, Friseure etc.), haben leider keinen Anspruch auf die Dezemberhilfe. Für Letztere wird es eine Überbrückungshilfe III geben, die wir derzeit noch nicht beantragen können. Die Antragsfrist für die Dezemberhilfe endet am 31.03.2021. Eine Zusammenfassung aller aktuellen Informationen zur November- und Dezemberhilfe finden Sie hier.

15.12.2020

Bitte beachten Sie die folgenden aktuellen Hinweise:

Corona-Zuschüsse

Nach den aktuellen Corona-Schließungsentscheidungen werden die Hilfsangebote für Betroffene nochmals deutlich ausgeweitet. Über die Einzelheiten informiert das Bundesfinanzministerium auf seiner Homepage. Wir sind bereits dabei, die Neuerungen zu analysieren und in unser System zu übertragen. Wenn Sie Fragen dazu haben, sprechen Sie uns gerne an.

Kurzarbeitergeld

Kurzarbeitergeld ist eine Lohnersatzleistung, die dem Progressionsvorbehalt unterliegt. Wenn Angestellte mehr als 410 Euro Kurzarbeitergeld erhalten haben, sind sie verpflichtet, für 2020 eine Einkommensteuererklärung abzugeben.

Kanzleibesetzung

Während des Lockdowns werden wir die Präsenz in unseren Niederlassungen so weit wie möglich einschränken. Ihre Ansprechpartner sind im Homeoffice wie gewohnt für Sie da und am besten per E-Mail erreichbar. Damit Sie nicht vor verschlossenen Türen stehen, bitten wir Sie, sich telefonisch anzukündigen, wenn Sie etwas abgeben oder abholen möchten.

Vielen Dank vorab und bleiben Sie gesund!

25.11.2020

Über das Portal www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de können vom zweiten Corona-Lockdown besonders stark Betroffene ab sofort die staatliche Novemberhilfe beantragen. Wie bereits berichtet, sind Soloselbständige bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro direkt antragsberechtigt, alle anderen Anträge sind über uns zu stellen. Die Antragsfrist endet am 31.01.2021. Weitere detaillierte Informationen zur Novemberhilfe, insbesondere zur Antragsberechtigung und zum Bewilligungsverfahren, finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und in dessen FAQ-Katalog.

15.11.2020

Es gibt Neuigkeiten zur Novemberhilfe: Damit die Unterstützung schnell bei den Betroffenen ankommt, gewährt die Bundesregierung bereits ab Monatsende eine erste Auszahlung. Laut einer aktuellen Pressemitteilung erhalten Soloselbständige eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro, andere Unternehmen bis zu 10.000 Euro.

Die Novemberhilfe soll diejenigen entlasten, die besonders unter den derzeitigen Einschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie leiden.

Anträge für die Novemberhilfe können voraussichtlich ab dem 25.11.2020 eingereicht werden. Grundsätzlich erfolgt die Antragstellung über uns als Wirtschaftsprüfer/Steuerberater. Nach den Informationen der Bundesregierung werden nun aber Soloselbständige ausgenommen, die insgesamt nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen – sie können den Antrag unter diesem Link selbst stellen. Zwecks Authentifizierung ist dafür zwingend ein ELSTER-Zertifikat erforderlich. Falls noch nicht vorhanden, kann dieses über das ELSTER-Portal beantragt werden.

06.11.2020

Einige Akteure sind durch den zweiten Lockdown zur Bewältigung der Coronavirus-Krise besonders in ihrer Existenz gefährdet. Für sie stellt die Regierung ein neues Hilfsprogramm bereit, über dessen aktuellen Stand wir Sie im Folgenden informieren.

Laut Website des Bundesfinanzministeriums richtet sich die „Außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes“ („Novemberhilfe“) an Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die von temporären Schließungen betroffen sind. Antragsberechtigt sind in erster Linie diejenigen, die aufgrund des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28.10.2020 den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Hotels sind ebenfalls antragsberechtigt, auch wenn Übernachtungen für Geschäftsreisende (noch) gestattet sind. Ebenfalls antragsberechtigt sind Unternehmen, die indirekt stark beeinträchtigt sind, etwa Veranstaltungstechniker.

Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließung in Höhe von 75 % des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt. Damit sollen insbesondere Fixkosten gedeckt werden können, die trotz der temporären Schließung anfallen.

Soloselbständige haben ein Wahlrecht: Sie können alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahr 2019 zugrunde legen. Bei antragsberechtigten Unternehmen, die nach dem 31.10.2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.

Andere staatliche Leistungen wie die Überbrückungshilfe oder das Kurzarbeitergeld werden auf die Novemberhilfe angerechnet. Reine Liquiditätshilfen wie rückzahlbare KfW-Kredite dagegen nicht.

Umsätze, die trotz Schließungsanordnung erzielt werden, werden erst ab einer Höhe von 25 % des Vergleichsumsatzes im November 2019 auf die Novemberhilfe angerechnet. Eine Ausnahme gilt für die Gastronomie: Diese darf so viel „to go“ verkaufen, wie sie will bzw. kann, ohne dass der Umsatz von der Bemessungsgrundlage abgezogen wird.

Die Antragstellung erfolgt über uns und ist voraussichtlich ab Mitte November möglich.

Wir prüfen bereits die Voraussetzungen aller Mandanten, um in Frage kommende Akteure anzusprechen. Wenn Sie in der Zwischenzeit Fragen zu dieser neuen Wirtschaftshilfe haben, kommen Sie gerne auf uns zu.

02.11.2020

Mandanten, bei denen im Frühjahr die Umsatzsteuer 1/11 zurückgeholt wurde, müssen wohl in Kürze mit einer Doppelbelastung rechnen. Bei ihnen fehlt die gewohnte Anrechnung der Sondervorauszahlung 2020 auf die Dezembervoranmeldung 2020. Nach aktuellem Stand ist am 10.02.2021 sowohl die erhöhte Umsatzsteuervoranmeldung Dezember 2020 als auch die Umsatzsteuersondervorauszahlung 2021 zu begleichen. Über die Ministerien konnten wir bislang leider nicht in Erfahrung bringen, ob es eine Erleichterung geben wird. Wir bitten alle Betroffenen, dies bei ihrer Liquiditätsplanung zu berücksichtigen.

28.10.2020

Auf die steigenden Coronavirus-Fallzahlen möchten wir verantwortungsbewusst reagieren. Zum Schutz unserer Mandanten und Mitarbeiter und um weiterhin für Sie leistungsfähig zu bleiben, setzen wir ab nächster Woche folgende Kanzleimaßnahmen um:

Präsenztermine

… werden weitestgehend vermieden. Soweit dies nicht möglich ist, wird versucht, die Teilnehmerzahl so gering wie möglich zu halten. Es wird regelmäßig gelüftet und um das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes gebeten.

Persönliche Besprechungen

Hier bieten sich eine Reihe von technischen Möglichkeiten an, etwa Videokonferenzen über Microsoft Teams.
Sprechen Sie uns gerne an, gemeinsam mit Ihnen finden wir den besten Weg.

Präsenzzeiten

Unsere Mitarbeiter werden nun wieder verstärkt im Homeoffice tätig sein. Falls Sie Unterlagen persönlich abgeben oder abholen möchten, bitten wir Sie, sich kurz mit uns abzustimmen, damit die Kanzlei auch tatsächlich besetzt ist.

Erreichbarkeit

Die telefonische Erreichbarkeit kann bei einzelnen Mitarbeitern im Homeoffice eingeschränkt sein.
Bitte kontaktieren Sie Ihren Ansprechpartner per E-Mail, wir rufen Sie dann schnellstmöglich zurück.

Werden Sie digital!

Mit Blick auf die kommenden Monate möchten wir Ihnen nochmals nachdrücklich unsere umfangreichen Angebote zur digitalen Zusammenarbeit ans Herz legen. In allen Bereichen bieten wir Ihnen die passende Lösung:

  • Finanz- und Lohnbuchhaltung: Die DATEV-Plattform „Unternehmen online“ ermöglicht einen schnellen und unkomplizierten digitalen Belegaustausch zwischen Ihnen und Ihrem Sachbearbeiter und den Abruf Ihrer Lohnauswertungen und -abrechnungen.
  • Mitarbeiterlöhne: Statt Lohnabrechnungen und Jahressteuerbescheinigungen auszudrucken zu verteilen, können Sie diese Ihren Mitarbeitern im DATEV-Portal „Arbeitnehmer online“ digital zur Verfügung stellen.
  • Private Steuern: Im DATEV-Portal „Meine Steuern“ können stetig Belege eingereicht und Informationen ausgetauscht werden.

Bitte sprechen Sie Ihren Ansprechpartner darauf an.

Wir wünschen Ihnen, Ihren Familien und Mitarbeitern trotz der aktuellen Umstände schöne Herbsttage. Kommen Sie gut durch diese schwierige Zeit.

22.10.2020

Phase 2 ist gestartet: Ab sofort sind Anträge für die Corona-Überbrückungshilfe für die Fördermonate September bis Dezember 2020 möglich. Wie in der 1. Phase des Hilfsprogramms für KMU, Soloselbstständige und Freiberufler, die durch die staatlichen Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark von Umsatzeinbußen betroffen sind, ist der Antrag über uns als Steuerberater zu stellen. Die Antragsfrist endet am 31.12.2020.

Die Fördermittel werden wie die Hilfen der 1. Phase als Zuschuss zu den betrieblichen Fixkosten gewährt – allerdings mit den folgenden Verbesserungen bei den Antragsvoraussetzungen.

Ebenso wie bei der Überbrückungshilfe I müssen auch bei der Überbrückungshilfe II die Umsatzrückgänge sowie die laufenden Fixkosten der Unternehmen im Rahmen des digitalisierten Antragsverfahrens dargelegt werden. Allerdings wurden die Grenzen bei den Umsatzrückgängen von bisher 60 % weiter abgesenkt.

Antragsberechtigt sind jetzt bereits Unternehmen mit Umsatzrückgängen

  • von mindestens 50 % in zwei aufeinander folgenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahresmonaten oder
  • von mindestens 30 % im Durchschnitt der Monate April bis August 2020 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Erstattet werden maximal 50.000 Euro pro Monat, wobei der Zuschuss zu den monatlichen betrieblichen Fixkosten erhöht wurde:

  • 90 % (bisher 80 %) der Fixkosten bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 %
  • 60 % (bisher 50 %) der Fixkosten bei einem Umsatzrückgang zwischen 50 % und 70 %
  • 40 % der Fixkosten bei einem Umsatzrückgang von mehr als 30 % (bisher mehr als 40 %,
    Werte jeweils im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat September bis Dezember 2020)

Außerdem wurden die Schwelle, wonach KMU mit bis zu 5 Beschäftigten maximal 9.000 Euro und mit bis zu 10 Beschäftigten maximal 15.000 Euro erhalten können, ersatzlos gestrichen und die Personalkostenpauschale von 10 % der förderfähigen Kosten auf 20 % erhöht. Schließlich sollen bei der Schlussabrechnung künftig nicht nur Rückforderungen, sondern auch Nachzahlungen möglich sein.

Auf dem Portal www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de des Bundeswirtschaftsministeriums finden sich alle Informationen rund um die Antragstellung sowie ein umfangreicher FAQ-Katalog.

Wenn Sie den Antrag auf Überbrückungshilfe II stellen möchten, kommen Sie auf uns zu, wir unterstützen Sie gerne.

30.09.2020

Die Antragsfrist für die 1. Phase der Corona-Überbrückungshilfe wurde kurzfristig nochmals verlängert. Anträge können nun bis zum 09.10.2020 gestellt werden. Hintergrund sind die in den vergangenen Tagen stark angestiegenen Antragszahlen. Zur 2. Phase der Corona-Überbrückungshilfe informieren wir Sie zu gegebener Zeit. Alle Informationen zu diesem Hilfsprogramm finden Sie hier.

04.08.2020

Die Bundesregierung hat die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen um einen Monat verlängert. Das bedeutet, dass durch die Coronavirus-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Unternehmen diese staatliche Hilfe bis zum 30.09.2020 anfordern können. Gewarnt wird in diesem Zusammenhang vor gefälschten E-Mails, die einen Antrag zum Download anbieten – bitte ignorieren Sie solche Aufforderungen und öffnen Sie auf keinen Fall den Anhang. Alle Informationen zur Corona-Überbrückungshilfe finden Sie hier.

06.07.2020

Die Corona-Überbrückungshilfe ist ein neues Zuschussprogramm für alle kleinen und mittelständischen Unternehmen, deren Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist. Die Richtlinien, Vollzugshinweise, Antragsformulare etc. werden derzeit erarbeitet. Zum aktuellen Stand der Dinge informiert das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft hier.

06.07.2020

Wir bedanken uns herzlich für Ihr Verständnis für unsere verminderten Präsenzzeiten aufgrund der Corona-Kontaktbeschränkungen in den vergangenen Wochen. Im Zuge der allgemeinen Lockerungen sind unsere Standorte in Lauf a. d. Pegnitz, Schwabach und Wendelstein nun wieder montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 14 Uhr besetzt.

30.06.2020

Wie erwartet haben Bundestag und Bundesrat gestern wichtige Teile des Konjunkturpakets beschlossen, das Konsum und Wirtschaft in der Coronavirus-Krise wieder ankurbeln soll. Damit treten am 01.07.2020 unter anderem folgende Maßnahmen in Kraft:

Absenkung der Mehrwertsteuer

Vom 01.07. bis 31.12.2020 wird der Mehrwertsteuersatz wie geplant von 19 % auf 16 % bzw. von 7 % auf 5 % gesenkt. Über die wichtigsten Änderungen haben wir Sie bereits in unserer Mandanteninformation vom 10.06.2020 informiert. Alle Einzelheiten lesen Sie im 3. Entwurf des begleitenden Schreibens des Bundesfinanzministeriums, das nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens förmlich veröffentlicht wird. Neu ist darin unter Punkt 3.12 eine Nichtbeanstandungsregelung für den Monat Juli bei zu hohem Umsatzsteuerausweis in der Unternehmerkette. Für den Sonderfall Anzahlungen finden Sie hier eine Mandanteninformation samt Beispiel.

Kinderbonus für Familien

Einmalig erhalten Eltern 300 Euro pro Kind. Die Auszahlung erfolgt aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung grundsätzlich in zwei gleichen Teilen von jeweils 150 Euro im September und Oktober 2020. Kinder, für die im September 2020 kein Anspruch auf Kindergeld besteht, werden ebenfalls berücksichtigt, wenn für sie in einem anderen Monat des Jahres 2020 ein Kindergeldanspruch besteht. Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wird befristet auf zwei Jahre von derzeit 1.908 Euro auf 4.008 Euro für die Jahre 2020 und 2021 angehoben.

Maßnahmen für Unternehmen

  • Einführung einer degressiven Abschreibung in Höhe von 25 %, höchstens das 2,5-fache der linearen Abschreibung, für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die in den Jahren 2020 und 2021 angeschafft oder hergestellt werden.
  • Bei der Gewerbesteuer wird der Freibetrag für die Hinzurechnungstatbestände ab dem Erhebungszeitraum 2020 auf 200.000 Euro angehoben.
  • Erhöhung der maximalen jährlichen Bemessungsgrundlage der steuerlichen Forschungszulage von 2 auf 4 Mio. Euro im Zeitraum von 2020 bis 2025.
  • Die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer wird auf den 26. des zweiten auf die Einfuhr folgenden Monats verschoben.
  • Die in 2020 endenden Fristen für die Verwendung von Investitionsabzugsbeträgen nach § 7g EStG und auch die Reinvestitionsfristen des § 6b EStG werden um ein Jahr verlängert.
  • Der steuerliche Verlustrücktrag wird für die Jahre 2020 und 2021 auf 5 Mio. Euro bzw. 10 Mio. Euro (bei Zusammenveranlagung) erweitert. Der Verlustrücktrag kann unmittelbar finanzwirksam schon mit der Steuererklärung 2019 genutzt werden. Neben der Möglichkeit eines Pauschalansatzes in Höhe von 30 % kann auch ein höherer rücktragsfähiger Verlust anhand detaillierter Unterlagen (z. B. betriebswirtschaftlicher Auswertungen) nachgewiesen werden. Er kann nicht nur bei der Jahressteuerfestsetzung für 2019, sondern auch bei der Herabsetzung von Vorauszahlungen genutzt werden. Sollte sich im Rahmen der Jahressteuerfestsetzung für 2019 eine Nachzahlung aufgrund der herabgesetzten Vorauszahlungen wegen eines voraussichtlich erwarteten rücktragsfähigen Verlustes für 2020 ergeben, wird diese auf Antrag zinslos gestundet.

Eine ausführliche Darstellung des Konjunkturpakets finden Sie auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums. Bei Detailfragen kommen Sie gerne auf uns zu.

10.06.2020

Zur Stärkung der angeschlagenen Konjunktur in Deutschland infolge der Coronavirus-Pandemie hat die Regierungskoalition in der vergangenen Woche ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen. Über die Einzelheiten informieren wir Sie, sobald das Gesetz verabschiedet wurde und Gewissheit über die genauen Regelungen besteht.

Eine überraschende Neuerung soll bereits ab dem 01.07.2020 gelten. Da die geplante Mehrwert- bzw. Umsatzsteuersenkung von 19 % auf 16 % und von 7 % auf 5 % zu einem umfassenden Handlungsbedarf für alle Unternehmen führt, fassen wir in unserer aktuellen Mandanteninformation (Stand 10.06.2020) schon einmal die wichtigsten Eckpunkte für Sie zusammen.

Wir haben die Sachlage bereits eingehend analysiert und sind dabei, alle Schnittstellen und Systeme in unserer Kanzlei an die Neuerungen anzupassen. Über die weiteren Entwicklungen und vor allem die konkreten Auswirkungen für Sie halten wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

Für die Zwischenzeit können wir Ihnen folgende Empfehlungen geben:

  • Wenn Sie selbst Software im Einsatz haben, etwa ein Kassensystem, kontaktieren Sie den Hersteller.
    und bitten Sie um einen Updatetermin.
  • Da wir für Juli 2020 mit einer aufwändigeren Buchhaltung rechnen müssen, unterstützen Sie uns gerne mit einer frühzeitigen Übermittlung Ihrer Unterlagen.

Gemeinsam meistern wir sicher auch diese tiefgreifende Umstellung. Für Ihr Vertrauen und die gute Zusammenarbeit in dieser turbulenten Zeit bedanken wir uns einmal mehr.

29.05.2020

Bitte beachten Sie, dass die Frist für die Stellung von Soforthilfeanträgen am 31.05.2020 endet. Das gilt sowohl für das Soforthilfe-Programm des Freistaates Bayern als auch des Bundes. Ein Anschlussprogramm wird derzeit auf Bundesebene erarbeitet. Sobald es konkrete Informationen gibt, informieren wir Sie.

Die genannten So­forthilfen dienen im Übrigen dazu, die wirtschaftliche Existenz von Unternehmen zu sichern und Liquiditätsengpässe durch die Folgen der Coronavirus-Pandemie zu überbrücken. nach einer aktuellen Mitteilung des Bayerischen Landesamtes für Steuern handelt es sich hierbei um eine Billigkeitsleis­tung, die nicht zurückgezahlt werden muss, soweit die relevanten Angaben im Antrag richtig und voll­ständig waren und wahrheitsgemäß gemacht wurden. Diese Soforthilfen unterliegen deshalb zwar der Steuerpflicht hinsichtlich der Einkommen- und Körperschaftsteuer, aus umsatzsteuerlicher Sicht stellen sie hingegen echte nichtsteuerbare Zuschüsse dar und sind weder in den Umsatzsteuer-Voranmeldungen noch in den Umsatzsteuer-Jahreserklärungen anzugeben.

Auch die monatlichen Zuschüsse aus dem im zuletzt erwähnten Hilfsprogramm des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst für Künstlerinnen und Künstler unterliegen, unabhängig von der einkommensteuerlichen Behandlung, nicht der Umsatzsteuer und müssen weder in den Umsatzsteuer-Voranmeldungen noch in den Umsatzsteuer-Jahreserklärungen angegeben werden. Für andere finanziel­le Unterstützungsangebote (Darlehensprogramme, Bürgschaftsprogramme, Bayernfonds etc.) gelten diese Grundsätze allerdings nicht. Deren steuerliche Behandlung ist im Einzelfall gesondert zu prüfen.

Und schließlich wird die 1.500-Euro-Sonderzahlung gesetzlich verankert. Der Bundestags-Finanzausschuss hat eine entsprechende Änderung kurzfristig in das Corona-Steuerhilfe-Gesetz eingefügt, das der Bundestag gestern verabschiedet hat und nun noch durch den Bundesrat muss.

22.05.2020

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat das Online-Antragsverfahren für das bayerische Hilfsprogramm Künstler freigeschaltet. Direkt zur Antragstellung geht es hier. Das Hilfsprogramm wurde aufgestockt und der Kreis der Berechtigten erweitert. Antragsberechtigt sind nun freischaffende Künstler mit Hauptwohnsitz in Bayern, wenn sie nach Künstlersozialversicherungsgesetz versichert sind oder nachweisen können, dass sie ihren Lebensunterhalt überwiegend mit erwerbsmäßiger künstlerischer Tätigkeit verdienen, auch wenn sie nicht über die KSK versichert sind, inhaltlich aber die Kriterien der KSK für eine künstlerische Tätigkeit erfüllen. Mit diesem „Modell KSK Plus“ werden die Kriterien für eine Mitgliedschaft angelegt, ohne formal eine KSK-Mitgliedschaft zu fordern, was etwa punktuell beschäftigten Künstlern wie z. B. Schauspielern eine Unterstützung ermöglicht. Die Künstler sollen über drei Monate monatlich bis zu 1.000 Euro erhalten, wenn ihre fortlaufenden Einnahmen aufgrund der Coronavirus-Pandemie zur Sicherstellung des Lebensunterhalts nicht ausreichen. Die Anpassung des Programms soll der Lebenswirklichkeit der Künstler gerecht werden.

Informationen den zu Hilfsprogrammen des Bundes für Künstler, Kultur- und Medienschaffende finden Sie unter hier und 
hier.

06.05.2020

Ab sofort können bayerische Kleinunternehmen über ihre Hausbank einen Schnellkredit der LfA Förderbank Bayern beantragen, um die Coronavirus-Krise besser zu überstehen. Firmen bis zu fünf Mitarbeitern erhalten maximal 50.000 Euro, bis zu zehn Mitarbeitern maximal 100.000 Euro. Corona-Soforthilfe wird von der Höchstsumme des Kredits abgezogen. Die Kreditlaufzeit beträgt fünf oder zehn Jahre. Die Zinsen sind auf jährlich 3 % festgelegt. Der Schnellkredit ist jederzeit rückzahlbar, und es wird keine Sicherheit des Kreditnehmers gefordert. Nähere Informationen auf der Website der LfA.

27.04.2020

Bund und Länder arbeiten weiter an Entlastungen für von der Coronavirus-Krise geschädigte Unternehmen.
Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Neuerungen und Aktualisierungen für Sie zusammen.

Vorgezogener Verlustrücktrag

Laut Bundesfinanzministerium können Unternehmen, die Corona-bedingt in diesem Jahr mit einem Verlust rechnen, ab sofort auch eine Erstattung von Vorauszahlungen zur Einkommen- oder Körperschaftsteuer für 2019 beantragen. Von einer Betroffenheit wird standardmäßig ausgegangen, wenn die Vorauszahlungen für 2020 bereits auf null Euro herabgesetzt wurden. Der pauschal ermittelte Verlustrücktrag aus 2020 beträgt 15 % der maßgeblichen Einkünfte, die der Festsetzung der Vorauszahlungen für 2019 zugrunde gelegt wurden (max.1 Mio. Euro bzw. 2 Mio. Euro bei Zusammenveranlagung). Wenn das Unternehmen wider Erwarten im Jahr 2020 doch Gewinn erzielen sollte, zahlt es diese Finanzspritze wieder zurück. Solange das Unternehmen Verluste ausweist, muss nichts zurückgezahlt werden.

Mehrwertsteuersenkung für Gastronomiegewerbe

Die Mehrwertsteuer für Speisen in Gaststätten wird nach einem entsprechenden Koalitionsbeschluss ab dem 01.07.2020 befristet bis zum 30.06.2021 auf den ermäßigten Steuersatz von 7 % gesenkt.

Soforthilfe für soloselbstständige Künstler

Der Ministerrat hat ein neues Hilfsprogramm für soloselbständige Künstler in Höhe von bis zu 90 Mio. Euro beschlossen. Es soll bis zu 30.000 in der Künstlersozialkasse versicherte Solokünstler erfassen, die bislang nicht von dem Programm „Soforthilfe Corona“ profitieren. Die Betroffenen sollen über drei Monate monatlich 1.000 Euro erhalten, wenn ihre fortlaufenden Einnahmen aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht zur Sicherstellung ihres Lebensunterhalts ausreichen. Die genauen Fördergrundsätze werden nun ausgestaltet, dann wird das Programm in den Bundesländern über die Bezirksregierungen und die Landeshauptstädte abgewickelt.

Höhere Mindestlöhne in der Pflegebranche

Für alle in der Pflege tätigen Arbeitnehmer gelten laut einer Verordnung des Bundesarbeitsministeriums künftig höhere Mindestlöhne. Zudem werden zusätzlich zum gesetzlichen Urlaubsanspruch weitere bezahlte Urlaubstage gewährt.

Lohnsteueranmeldung

Das Bundesfinanzministerium gibt bekannt, dass Arbeitgebern die Fristen zur Abgabe monatlicher oder vierteljährlicher Lohnsteuer-Anmeldungen während der Coronavirus-Krise im Einzelfall auf Antrag nach § 109 Absatz 1 AO verlängert werden können. Voraussetzung ist, dass sie selbst oder die mit der Lohnbuchhaltung beauftragte Person nachweislich unverschuldet daran gehindert sind, die Lohnsteuer-Anmeldungen pünktlich zu übermitteln. Die Fristverlängerung darf maximal zwei Monate betragen. Zuvor hatte Bayern bereits eine zweimonatige Fristverlängerung für die Abgabe der Lohnsteueranmeldungen für März bzw. das erste Quartal 2020 gewährt.

Steuerfreie Sonderzahlungen

Arbeitgeber können ihren Beschäftigten nun Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren. Erfasst werden Sonderleistungen, die die Beschäftigten zwischen dem 01.03.2020 und dem 31.12.2020 zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erhalten. Die steuerfreien Leistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen. Andere Steuerbefreiungen und Bewertungserleichterungen bleiben hiervon unberührt. Die Beihilfen und Unterstützungen bleiben auch in der Sozialversicherung beitragsfrei.

Kurzarbeitergeld

Das Kurzarbeitergeld soll für diejenigen, die derzeit um mindestens 50 % weniger arbeiten, ab dem vierten Monat des Bezugs auf 70 % (bzw. 77 % für Haushalte mit Kindern) und ab dem siebten Monat des Bezuges auf 80 % (bzw. 87 % für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht werden. Für Arbeitnehmer in Kurzarbeit werden demnach ab dem 01.05.2020 bis längstens 31.12.2020 die bereits bestehenden Hinzuverdienstmöglichkeiten mit einer Hinzuverdienstgrenze bis zur vollen Höhe des bisherigen Monatseinkommens für alle Berufe geöffnet.

Hierzu noch ein Tipp: Die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit hat eine Liste der fünf häufigsten Fehler bei der Beantragung von Kurzarbeitergeld veröffentlicht. Diese Übersicht und weitere nützliche Informationen wie etwa eine Schritt-für-Schritt-Videoanleitung zur Antragstellung finden Sie hier.

Bei Umsetzungen in Ihrem Einzelfall stehen wir Ihnen gerne zur Seite. Wir wünschen Ihnen für die derzeitigen Herausforderungen weiterhin alles Gute und viel Kraft.

01.04.2020

In die Hilfsmaßnahmen für von der Coronavirus-Krise betroffene Unternehmen kommt weiter Bewegung. Auf folgende wichtige Neuerungen weisen wir Sie hin:

Corona-Soforthilfe

Hier gibt es nicht nur höhere Fördersummen, sondern auch ein geändertes Prozedere. Unternehmen mit Liquiditätsengpass, die vom Bundes- und Landesprogramm profitieren wollen, müssen ab sofort unter www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona einen elektronischen Antrag stellen. Falls Sie schon einen Antrag gestellt haben (unabhängig davon, ob Sie schon einen Bescheid oder eine Auszahlung erhalten haben), müssen Sie einen neuen elektronischen Antrag ausfüllen und dies im Formular ankreuzen. Achtung: Anträge, die Sie per PDF oder per Post an die Bewilligungsbehörden senden, werden nicht mehr bearbeitet!

Laut Definition liegt ein Liquiditätsengpass vor, wenn infolge der Coronavirus-Pandemie die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten die Verbindlichkeiten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand zu zahlen (z. B. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten). Private liquide Mittel müssen nicht (mehr) zur Deckung des Liquiditätsengpasses eingesetzt werden.

Webinar der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu Maßnahmen und Förderkrediten

Wie bereits mitgeteilt, nimmt die KfW verstärkt ihre Aufgabe wahr, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. Die KfW wird dazu die bestehenden Kredite für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen verbessern.

Die KfW informiert in einem Webinar, welche KfW-Maßnahmen es konkret gibt und wie Förderkredite beantragt werden können. Unter den folgenden Links können Sie sich jeweils zum Webinar anmelden: 01.04. / 02.04. / 06.04. / 07.04. / 08.04. Notwendig für die Teilnahme sind lediglich:                

  • PC mit Internetzugang
  • Browser: Google Chrome, Mozilla Firefox oder Safari
    (eine Teilnahme mit dem Internet Explorer ist nicht möglich)
  • installierte Soundkarte
  • Headset oder Lautsprecher

Alternativ können Sie sich auch per Telefon dazuschalten. Die Einwahldaten erhalten Sie mit der Bestätigungs-E-Mail im Anschluss an die Anmeldung. Unter www.edudip-next.com finden Sie weitere Informationen rund um die Funktionen der Webinar-Software.

Des Weiteren informiert die KfW Unternehmen hier über die in Frage kommenden Kredite, die dafür erforderlichen Unterlagen, den maximal möglichen Kreditrahmen und vieles mehr.

An die Hand geben möchten wir Ihnen außerdem die Fälligkeitstermine Steuern/Sozialversicherung April/Mai 2020 sowie einen Leitfaden zur Vorbereitung auf gemeinsame Bankgespräche (Stand: 01.04.2020).

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Update eine weitere Hilfestellung geben zu können, um möglichst gut durch diese schwierige Zeit zu kommen. Bei Rückfragen zu den obigen und allen weiteren Themen rund um die Coronavirus-Krise sind wir gerne für Sie da.

24.03.2020

Wie angekündigt informieren wir Sie heute über den aktuellen Stand der Unterstützungsmaßnahmen in der Coronavirus-Krise.

Umsatzsteuer

Das Bayerische Finanzministerium hat mitgeteilt, dass der Freistaat Bayern (wie die meisten anderen Bundesländer auch) den Unternehmen, die besonders unter der Corona-Pandemie leiden, weiterhin finanziell unter die Arme greift. Um die Liquidität der betroffenen Unternehmen zu gewährleisten, wird das Land Bayern die bereits geleisteten Umsatzsteuer-Sondervorauszahlungen für das Jahr 2020 (USt 1/11 wegen Dauerfristverlängerung) wieder zurückzahlen. Diese Sonderzahlung wird sonst immer bei der Voranmeldung Dezember wieder abgezogen. In anderen Bundesländern wurde ein vergleichbares Vorgehen eingeleitet.

Hier die Pressemitteilung im Wortlaut.

Zinslose Stundung

Es können durch vereinfachte Stundungsregelungen bereits festgesetzte bzw. angemeldete Steuerzahlungen bei einer erheblichen Härte zinslos gestundet werden. Die vereinfachte Stundungsregelung gilt nur für Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer. Die Lohnsteuer und Kapitalertragsteuer können nicht gestundet werden. Eine zinslose Stundung kann vorerst drei Monate erfolgen.

Bezüglich der Umsatzsteuersondervorauszahlung und zinslosen Stundung setzen Sie sich bitte mit Ihrem FiBu- bzw. Jahresabschluss-Ansprechpartner per E-Mail in Verbindung.

Stundung Sozialversicherungsbeiträge

Aktuell beraten die Sozialversicherungsträger auf Verbandsebene, welche Möglichkeiten Krankenkassen denjenigen Arbeitgebern bieten können, die wegen der Folgen der Coronavirus-Krise in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Wenn Sie schon jetzt davon betroffen sind, müssen Sie sich für individuelle Lösungen selbst bei den Krankenkassen melden.

Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige

Weitere Maßnahmen werden aktuell von der Bundesregierung beschlossen. Diese beinhalten im Wesentlichen eine Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige. Die Eckpunkte finden Sie hier. Sobald es dafür Anträge gibt, stellen wir Ihnen diese zur Verfügung.

Hilfskredite

Daneben sollen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in erheblichem Umfang Hilfskredite zur Verfügung gestellt werden. Die verschiedenen Förderkredite werden von Kreditinstituten an ihre Kunden weitergegeben. Sie können ab sofort beantragt werden. Die Voraussetzungen für die KfW-Kredite wurden massiv gelockert und Konditionen verbessert, um möglichst vielen Unternehmen schnell und wirksam zu helfen. Die Mindestanforderungen an die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens, die sonst bei der Kreditvergabe der KfW gelten, sind deutlich reduziert. Die KfW übernimmt den bei weitem größten Teil der Haftung für diese Kredite (80 bis 90 %). Dafür garantiert der Bund. Das erleichtert Banken, Sparkassen und anderen Finanzierungspartnern die Kreditvergabe. Um eine zügige Auszahlung zu erreichen, werden Prozesse vereinfacht, z. B. durch eine Risikobewertung allein durch die Hausbank bis zu einer Kreditobergrenze von 3 Mio. Euro. Bis 10 Mio. Euro findet nur eine deutlich vereinfachte Prüfung statt.

Kurzarbeit

Darüber hinaus werden erweiterte Kurzarbeitsregelungen umgesetzt. Im Einzelnen soll es folgende Erleichterungen geben:

  • Das Erfordernis, dass mindestens ein Drittel der Belegschaft vom Arbeitsausfall betroffen ist, wird auf eine Schwelle von 10 % abgesenkt.
  • Die Sozialversicherungsbeiträge werden vollständig von der Bundesagentur für Arbeit übernommen.
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden wird teilweise oder vollständig verzichtet.
  • Auch Leiharbeitnehmer können Kurzarbeitergeld beziehen.
  • Wie bereits am 29.01.2020 von der Bundesregierung beschlossen, soll im gleichen Zug eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldbezugs von 12 auf 24 Monate ermöglicht werden.

Diese erweiterten Regelungen sollen rückwirkend zum 01.03.2020 in Kraft treten.

22.03.2020

Der Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus fordert weitere Einschnitte in unser gesellschaftliches Miteinander. Deutschlandweit soll ein umfangreiches Kontaktverbot für alle Bürger in Kraft treten. Kanzlerin Angela Merkel hat sich nach Medienberichten sogar selbst in häusliche Quarantäne begeben.

Auch wir tragen der aktuellen Situation Rechnung und reduzieren die Öffnungszeiten unserer Niederlassungen auf das Nötigste. Zur Abgabe und Abholung von Unterlagen, die nicht per Post versandt werden können, sind unsere Standorte ab sofort montags bis donnerstags von 9 Uhr bis 12 Uhr besetzt. Bitte kündigen Sie sich vorab an; individuelle Absprachen sind möglich. Die geänderten Zeiten gelten vorerst bis zum 14.04.2020.

Ihre laufenden steuerlichen Angelegenheiten werden weiterhin zuverlässig von unseren Mitarbeitern im Homeoffice erledigt. Am besten erreichen Sie Ihre gewohnten Ansprechpartner per E-Mail, Sie werden dann schnellstmöglich zurückgerufen. Persönliche Termine können derzeit leider nicht wahrgenommen werden. Stattdessen können Sie aber gerne jederzeit einen Termin für ein Gespräch per Telefon oder Videokonferenz mit uns vereinbaren.

Wir möchten die Gelegenheit nicht ungenutzt lassen, Sie auf das enorme Potenzial digitaler Lösungen auch in ruhigeren Zeiten hinzuweisen. Schneller Austausch, eine tagesaktuelle Buchführung sowie die Zusammenführung von Finanzbuchführung, Lohn und Steuern sind nur einige von vielen entscheidenden Vorteilen. Daher werden wir für alle Mandanten, die noch keine oder nicht alle Möglichkeiten zur digitalen Zusammenarbeit mit uns nutzen, bis Ende März ein umfangreiches Informationspaket vorbereiten. Nur so viel vorab: Alles, was Sie an „Hardware“ dafür benötigen – einen PC mit Scanner oder ein Smartphone mit Kamera –, haben Sie mit Sicherheit bereits jetzt.

Die Bekanntgabe weiterer Unterstützungsmaßnahmen für vom Coronavirus beeinträchtigte Unternehmer erwarten wir für Anfang der Woche. Sobald uns gesicherte Kenntnisse vorliegen, informieren wir Sie.

17.03.2020

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat in seiner heutigen Kabinettssitzung Unterstützungsmaßnahmen für betroffene Unternehmen beschlossen. Diese umfassen:

  • Soforthilfeprogramm „Härtefall-Fonds Corona“ (5.000 bis 30.000 Euro)
  • Finanzielle Unterstützungsangebote (LfA/KfW)
  • Kurzarbeit
  • Steuerstundung

Das Soforthilfeprogramm „Härtefall-Fonds Corona“ kann ab dem 18.03.2020 mit diesem Formular beantragt werden.

Weitere Informationen, Formulare und Adressen finden Sie unter www.stmwi.bayern.de/coronavirus.

16.03.2020

Die Coronavirus-Pandemie hat weitreichende Folgen für alle Lebensbereiche, die Ereignisse überschlagen sich. Es ist uns wichtig, Ihnen mitzuteilen, dass Sie in dieser turbulenten Zeit voll und ganz auf uns zählen können.

Als Digitale Kanzlei sind wir für die aktuelle Lage gut gewappnet. Sowohl bei unseren internen Prozessen als auch in der Kommunikation mit unseren Mandanten kommen wir weitestgehend ohne physische Kontakte aus. In Krankheits- und Vertretungsfällen hat sich bereits bewährt, dass alle Mitarbeiter ortsunabhängig auf alle relevanten Daten zugreifen und die laufende Betreuung gewährleisten können.

Im Zuge der Verbreitung des Coronavirus greift nun ein umfassender Krisenplan, der die Aufrechterhaltung aller Abläufe auch unter den erschwerten Bedingungen sicherstellt. In einem ersten Schritt wurde die gesamte Belegschaft mit Homeoffice-Arbeitsplätzen ausgestattet, um unseren Beitrag zur Sicherheit unserer Mandanten und Mitarbeiter sowie Eindämmung des Virus zu leisten. Darüber hinaus wurden Taskforces gegründet, die sich laufend über alle aktuellen Entwicklungen informieren und die Konsequenzen und Handlungsmöglichkeiten für unsere Mandanten im Blick behalten. Und schließlich wurden die Aufgabenbereiche unserer Mitarbeiter so reorganisiert, dass alle Themen Vorrang haben, die Ihrer Liquiditätssicherung dienen.

Wer vom Coronavirus wirtschaftlich betroffen ist, kann bereits bestehende sowie neue Maßnahmen zur Entlastung nutzen. Einen ersten Überblick finden Sie in unserer Mandanteninformation zum Sonderthema Coronavirus (Stand 16.03.2020).

Bitte beachten Sie, dass wir aus technischen Gründen wir in nächster Zeit am besten per E-Mail erreichbar sind und Sie schnellstmöglich zurückrufen. Wir wünschen Ihnen viel Ruhe und Kraft für die Herausforderungen der kommenden Wochen. Und natürlich das Allerwichtigste: Bleiben Sie gesund.

Aktuelle Hinweise zum Coronavirus

02.02.2021

Weit mehr als 100 Unternehmer folgten der Einladung der VR-Bank Mittelfranken West eG zu ihrem Webinar rund um das Thema Corona-Hilfen. Als Teil der Expertenrunde gab auch WPH-Geschäftsführer Stefan Maier einen Überblick über die aktuellen Unterstützungsangebote und referierte über die knifflige Frage nach der Antragsberechtigung, die Komplexität der Maßnahmen und die zu erwartende Höhe der Zuschüsse. Er rate Betroffenen vor allem dazu, die maßgeblichen Zahlen der Firma parat zu haben, um gemeinsam mit dem Steuerberater schnell handeln zu können, sagte er. Eine Zusammenfassung aller live gestellten Fragen und Antworten aus dem Webinar lesen Sie in Kürze hier

29.01.2021

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Krise wurde die Abgabefrist für durch Steuerberater erstellte Steuererklärungen 2019 bis zum 31.08.2021 verlängert. Auch Stundungsmöglichkeiten wurden zeitlich ausgedehnt: Steuerpflichtige, die durch die Pandemie stark beeinträchtigt sind, können für bis zum 31.03.2021 fällige Steuern einen Antrag auf Stundung bis längstens 30.06.2021 stellen.

Einladung: Webinar „Corona-Hilfen“ am 28.01.2021

Wie viele Betroffene schmerzlich erfahren mussten, sind die Corona-Hilfen in den vergangenen Monaten – wenn überhaupt – nur sehr zäh geflossen. Die Gründe dafür sind ebenso vielfältig, wie die Fördermöglichkeiten und
-voraussetzungen unübersichtlich geworden sind.

Um etwas Licht ins Dunkel der Unterstützungsangebote zu bringen, veranstaltet die VR-Bank Mittelfranken West eG eine Online-Veranstaltung:

Webinar „Corona-Hilfen“
Donnerstag, 28.01.2021
9.30 bis ca. 10.30 Uhr

Neben Dr. Gerhard Walther (Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Mittelfranken West eG), Yvonne Stolpmann (IHK) und Claus Herzmansky (DZ Bank) fasst auch Stefan Maier (Geschäftsführer WPH GmbH & Co. KG) bisherige Erfahrungen zusammen, zeigt aktuelle Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten auf und gibt Ausblicke auf die weitere Entwicklung.

Ihre Fragen können Sie gerne schon vorab an corona-foerderung-fragen(at)vr-mfr.de mailen oder live während des Webinars stellen.

Näheres zur Veranstaltung erfahren Sie auf der Homepage der VR Bank. Direkt zur Anmeldung geht es hier.

06.01.2021

Ab sofort sind Anträge für die Dezemberhilfe möglich. Die Dezemberhilfe können nur Unternehmen beanspruchen, die wegen der Coronavirus-Pandemie per Verordnung ab dem 02.11.2020 geschlossen wurden und dringend wirtschaftliche Hilfe brauchen – folglich alle, die auch Anspruch auf Novemberhilfe hatten. Alle anderen, die erst Mitte Dezember schließen mussten (z. B. Einzelhandel, Friseure etc.), haben leider keinen Anspruch auf die Dezemberhilfe. Für Letztere wird es eine Überbrückungshilfe III geben, die wir derzeit noch nicht beantragen können. Die Antragsfrist für die Dezemberhilfe endet am 31.03.2021. Eine Zusammenfassung aller aktuellen Informationen zur November- und Dezemberhilfe finden Sie hier.

15.12.2020

Bitte beachten Sie die folgenden aktuellen Hinweise:

Corona-Zuschüsse

Nach den aktuellen Corona-Schließungsentscheidungen werden die Hilfsangebote für Betroffene nochmals deutlich ausgeweitet. Über die Einzelheiten informiert das Bundesfinanzministerium auf seiner Homepage. Wir sind bereits dabei, die Neuerungen zu analysieren und in unser System zu übertragen. Wenn Sie Fragen dazu haben, sprechen Sie uns gerne an.

Kurzarbeitergeld

Kurzarbeitergeld ist eine Lohnersatzleistung, die dem Progressionsvorbehalt unterliegt. Wenn Angestellte mehr als 410 Euro Kurzarbeitergeld erhalten haben, sind sie verpflichtet, für 2020 eine Einkommensteuererklärung abzugeben.

Kanzleibesetzung

Während des Lockdowns werden wir die Präsenz in unseren Niederlassungen so weit wie möglich einschränken. Ihre Ansprechpartner sind im Homeoffice wie gewohnt für Sie da und am besten per E-Mail erreichbar. Damit Sie nicht vor verschlossenen Türen stehen, bitten wir Sie, sich telefonisch anzukündigen, wenn Sie etwas abgeben oder abholen möchten.

Vielen Dank vorab und bleiben Sie gesund!

25.11.2020

Über das Portal www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de können vom zweiten Corona-Lockdown besonders stark Betroffene ab sofort die staatliche Novemberhilfe beantragen. Wie bereits berichtet, sind Soloselbständige bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro direkt antragsberechtigt, alle anderen Anträge sind über uns zu stellen. Die Antragsfrist endet am 31.01.2021. Weitere detaillierte Informationen zur Novemberhilfe, insbesondere zur Antragsberechtigung und zum Bewilligungsverfahren, finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und in dessen FAQ-Katalog.

15.11.2020

Es gibt Neuigkeiten zur Novemberhilfe: Damit die Unterstützung schnell bei den Betroffenen ankommt, gewährt die Bundesregierung bereits ab Monatsende eine erste Auszahlung. Laut einer aktuellen Pressemitteilung erhalten Soloselbständige eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro, andere Unternehmen bis zu 10.000 Euro.

Die Novemberhilfe soll diejenigen entlasten, die besonders unter den derzeitigen Einschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie leiden.

Anträge für die Novemberhilfe können voraussichtlich ab dem 25.11.2020 eingereicht werden. Grundsätzlich erfolgt die Antragstellung über uns als Wirtschaftsprüfer/Steuerberater. Nach den Informationen der Bundesregierung werden nun aber Soloselbständige ausgenommen, die insgesamt nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen – sie können den Antrag unter diesem Link selbst stellen. Zwecks Authentifizierung ist dafür zwingend ein ELSTER-Zertifikat erforderlich. Falls noch nicht vorhanden, kann dieses über das ELSTER-Portal beantragt werden.

06.11.2020

Einige Akteure sind durch den zweiten Lockdown zur Bewältigung der Coronavirus-Krise besonders in ihrer Existenz gefährdet. Für sie stellt die Regierung ein neues Hilfsprogramm bereit, über dessen aktuellen Stand wir Sie im Folgenden informieren.

Laut Website des Bundesfinanzministeriums richtet sich die „Außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes“ („Novemberhilfe“) an Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die von temporären Schließungen betroffen sind. Antragsberechtigt sind in erster Linie diejenigen, die aufgrund des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28.10.2020 den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Hotels sind ebenfalls antragsberechtigt, auch wenn Übernachtungen für Geschäftsreisende (noch) gestattet sind. Ebenfalls antragsberechtigt sind Unternehmen, die indirekt stark beeinträchtigt sind, etwa Veranstaltungstechniker.

Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließung in Höhe von 75 % des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt. Damit sollen insbesondere Fixkosten gedeckt werden können, die trotz der temporären Schließung anfallen.

Soloselbständige haben ein Wahlrecht: Sie können alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahr 2019 zugrunde legen. Bei antragsberechtigten Unternehmen, die nach dem 31.10.2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.

Andere staatliche Leistungen wie die Überbrückungshilfe oder das Kurzarbeitergeld werden auf die Novemberhilfe angerechnet. Reine Liquiditätshilfen wie rückzahlbare KfW-Kredite dagegen nicht.

Umsätze, die trotz Schließungsanordnung erzielt werden, werden erst ab einer Höhe von 25 % des Vergleichsumsatzes im November 2019 auf die Novemberhilfe angerechnet. Eine Ausnahme gilt für die Gastronomie: Diese darf so viel „to go“ verkaufen, wie sie will bzw. kann, ohne dass der Umsatz von der Bemessungsgrundlage abgezogen wird.

Die Antragstellung erfolgt über uns und ist voraussichtlich ab Mitte November möglich.

Wir prüfen bereits die Voraussetzungen aller Mandanten, um in Frage kommende Akteure anzusprechen. Wenn Sie in der Zwischenzeit Fragen zu dieser neuen Wirtschaftshilfe haben, kommen Sie gerne auf uns zu.

02.11.2020

Mandanten, bei denen im Frühjahr die Umsatzsteuer 1/11 zurückgeholt wurde, müssen wohl in Kürze mit einer Doppelbelastung rechnen. Bei ihnen fehlt die gewohnte Anrechnung der Sondervorauszahlung 2020 auf die Dezembervoranmeldung 2020. Nach aktuellem Stand ist am 10.02.2021 sowohl die erhöhte Umsatzsteuervoranmeldung Dezember 2020 als auch die Umsatzsteuersondervorauszahlung 2021 zu begleichen. Über die Ministerien konnten wir bislang leider nicht in Erfahrung bringen, ob es eine Erleichterung geben wird. Wir bitten alle Betroffenen, dies bei ihrer Liquiditätsplanung zu berücksichtigen.

28.10.2020

Auf die steigenden Coronavirus-Fallzahlen möchten wir verantwortungsbewusst reagieren. Zum Schutz unserer Mandanten und Mitarbeiter und um weiterhin für Sie leistungsfähig zu bleiben, setzen wir ab nächster Woche folgende Kanzleimaßnahmen um:

Präsenztermine

… werden weitestgehend vermieden. Soweit dies nicht möglich ist, wird versucht, die Teilnehmerzahl so gering wie möglich zu halten. Es wird regelmäßig gelüftet und um das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes gebeten.

Persönliche Besprechungen

Hier bieten sich eine Reihe von technischen Möglichkeiten an, etwa Videokonferenzen über Microsoft Teams.
Sprechen Sie uns gerne an, gemeinsam mit Ihnen finden wir den besten Weg.

Präsenzzeiten

Unsere Mitarbeiter werden nun wieder verstärkt im Homeoffice tätig sein. Falls Sie Unterlagen persönlich abgeben oder abholen möchten, bitten wir Sie, sich kurz mit uns abzustimmen, damit die Kanzlei auch tatsächlich besetzt ist.

Erreichbarkeit

Die telefonische Erreichbarkeit kann bei einzelnen Mitarbeitern im Homeoffice eingeschränkt sein.
Bitte kontaktieren Sie Ihren Ansprechpartner per E-Mail, wir rufen Sie dann schnellstmöglich zurück.

Werden Sie digital!

Mit Blick auf die kommenden Monate möchten wir Ihnen nochmals nachdrücklich unsere umfangreichen Angebote zur digitalen Zusammenarbeit ans Herz legen. In allen Bereichen bieten wir Ihnen die passende Lösung:

  • Finanz- und Lohnbuchhaltung: Die DATEV-Plattform „Unternehmen online“ ermöglicht einen schnellen und unkomplizierten digitalen Belegaustausch zwischen Ihnen und Ihrem Sachbearbeiter und den Abruf Ihrer Lohnauswertungen und -abrechnungen.
  • Mitarbeiterlöhne: Statt Lohnabrechnungen und Jahressteuerbescheinigungen auszudrucken zu verteilen, können Sie diese Ihren Mitarbeitern im DATEV-Portal „Arbeitnehmer online“ digital zur Verfügung stellen.
  • Private Steuern: Im DATEV-Portal „Meine Steuern“ können stetig Belege eingereicht und Informationen ausgetauscht werden.

Bitte sprechen Sie Ihren Ansprechpartner darauf an.

Wir wünschen Ihnen, Ihren Familien und Mitarbeitern trotz der aktuellen Umstände schöne Herbsttage. Kommen Sie gut durch diese schwierige Zeit.

22.10.2020

Phase 2 ist gestartet: Ab sofort sind Anträge für die Corona-Überbrückungshilfe für die Fördermonate September bis Dezember 2020 möglich. Wie in der 1. Phase des Hilfsprogramms für KMU, Soloselbstständige und Freiberufler, die durch die staatlichen Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark von Umsatzeinbußen betroffen sind, ist der Antrag über uns als Steuerberater zu stellen. Die Antragsfrist endet am 31.12.2020.

Die Fördermittel werden wie die Hilfen der 1. Phase als Zuschuss zu den betrieblichen Fixkosten gewährt – allerdings mit den folgenden Verbesserungen bei den Antragsvoraussetzungen.

Ebenso wie bei der Überbrückungshilfe I müssen auch bei der Überbrückungshilfe II die Umsatzrückgänge sowie die laufenden Fixkosten der Unternehmen im Rahmen des digitalisierten Antragsverfahrens dargelegt werden. Allerdings wurden die Grenzen bei den Umsatzrückgängen von bisher 60 % weiter abgesenkt.

Antragsberechtigt sind jetzt bereits Unternehmen mit Umsatzrückgängen

  • von mindestens 50 % in zwei aufeinander folgenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahresmonaten oder
  • von mindestens 30 % im Durchschnitt der Monate April bis August 2020 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Erstattet werden maximal 50.000 Euro pro Monat, wobei der Zuschuss zu den monatlichen betrieblichen Fixkosten erhöht wurde:

  • 90 % (bisher 80 %) der Fixkosten bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 %
  • 60 % (bisher 50 %) der Fixkosten bei einem Umsatzrückgang zwischen 50 % und 70 %
  • 40 % der Fixkosten bei einem Umsatzrückgang von mehr als 30 % (bisher mehr als 40 %,
    Werte jeweils im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat September bis Dezember 2020)

Außerdem wurden die Schwelle, wonach KMU mit bis zu 5 Beschäftigten maximal 9.000 Euro und mit bis zu 10 Beschäftigten maximal 15.000 Euro erhalten können, ersatzlos gestrichen und die Personalkostenpauschale von 10 % der förderfähigen Kosten auf 20 % erhöht. Schließlich sollen bei der Schlussabrechnung künftig nicht nur Rückforderungen, sondern auch Nachzahlungen möglich sein.

Auf dem Portal www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de des Bundeswirtschaftsministeriums finden sich alle Informationen rund um die Antragstellung sowie ein umfangreicher FAQ-Katalog.

Wenn Sie den Antrag auf Überbrückungshilfe II stellen möchten, kommen Sie auf uns zu, wir unterstützen Sie gerne.

30.09.2020

Die Antragsfrist für die 1. Phase der Corona-Überbrückungshilfe wurde kurzfristig nochmals verlängert. Anträge können nun bis zum 09.10.2020 gestellt werden. Hintergrund sind die in den vergangenen Tagen stark angestiegenen Antragszahlen. Zur 2. Phase der Corona-Überbrückungshilfe informieren wir Sie zu gegebener Zeit. Alle Informationen zu diesem Hilfsprogramm finden Sie hier.

04.08.2020

Die Bundesregierung hat die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen um einen Monat verlängert. Das bedeutet, dass durch die Coronavirus-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Unternehmen diese staatliche Hilfe bis zum 30.09.2020 anfordern können. Gewarnt wird in diesem Zusammenhang vor gefälschten E-Mails, die einen Antrag zum Download anbieten – bitte ignorieren Sie solche Aufforderungen und öffnen Sie auf keinen Fall den Anhang. Alle Informationen zur Corona-Überbrückungshilfe finden Sie hier.

06.07.2020

Die Corona-Überbrückungshilfe ist ein neues Zuschussprogramm für alle kleinen und mittelständischen Unternehmen, deren Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist. Die Richtlinien, Vollzugshinweise, Antragsformulare etc. werden derzeit erarbeitet. Zum aktuellen Stand der Dinge informiert das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft hier.

06.07.2020

Wir bedanken uns herzlich für Ihr Verständnis für unsere verminderten Präsenzzeiten aufgrund der Corona-Kontaktbeschränkungen in den vergangenen Wochen. Im Zuge der allgemeinen Lockerungen sind unsere Standorte in Lauf a. d. Pegnitz, Schwabach und Wendelstein nun wieder montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 14 Uhr besetzt.

30.06.2020

Wie erwartet haben Bundestag und Bundesrat gestern wichtige Teile des Konjunkturpakets beschlossen, das Konsum und Wirtschaft in der Coronavirus-Krise wieder ankurbeln soll. Damit treten am 01.07.2020 unter anderem folgende Maßnahmen in Kraft:

Absenkung der Mehrwertsteuer

Vom 01.07. bis 31.12.2020 wird der Mehrwertsteuersatz wie geplant von 19 % auf 16 % bzw. von 7 % auf 5 % gesenkt. Über die wichtigsten Änderungen haben wir Sie bereits in unserer Mandanteninformation vom 10.06.2020 informiert. Alle Einzelheiten lesen Sie im 3. Entwurf des begleitenden Schreibens des Bundesfinanzministeriums, das nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens förmlich veröffentlicht wird. Neu ist darin unter Punkt 3.12 eine Nichtbeanstandungsregelung für den Monat Juli bei zu hohem Umsatzsteuerausweis in der Unternehmerkette. Für den Sonderfall Anzahlungen finden Sie hier eine Mandanteninformation samt Beispiel.

Kinderbonus für Familien

Einmalig erhalten Eltern 300 Euro pro Kind. Die Auszahlung erfolgt aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung grundsätzlich in zwei gleichen Teilen von jeweils 150 Euro im September und Oktober 2020. Kinder, für die im September 2020 kein Anspruch auf Kindergeld besteht, werden ebenfalls berücksichtigt, wenn für sie in einem anderen Monat des Jahres 2020 ein Kindergeldanspruch besteht. Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wird befristet auf zwei Jahre von derzeit 1.908 Euro auf 4.008 Euro für die Jahre 2020 und 2021 angehoben.

Maßnahmen für Unternehmen

  • Einführung einer degressiven Abschreibung in Höhe von 25 %, höchstens das 2,5-fache der linearen Abschreibung, für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die in den Jahren 2020 und 2021 angeschafft oder hergestellt werden.
  • Bei der Gewerbesteuer wird der Freibetrag für die Hinzurechnungstatbestände ab dem Erhebungszeitraum 2020 auf 200.000 Euro angehoben.
  • Erhöhung der maximalen jährlichen Bemessungsgrundlage der steuerlichen Forschungszulage von 2 auf 4 Mio. Euro im Zeitraum von 2020 bis 2025.
  • Die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer wird auf den 26. des zweiten auf die Einfuhr folgenden Monats verschoben.
  • Die in 2020 endenden Fristen für die Verwendung von Investitionsabzugsbeträgen nach § 7g EStG und auch die Reinvestitionsfristen des § 6b EStG werden um ein Jahr verlängert.
  • Der steuerliche Verlustrücktrag wird für die Jahre 2020 und 2021 auf 5 Mio. Euro bzw. 10 Mio. Euro (bei Zusammenveranlagung) erweitert. Der Verlustrücktrag kann unmittelbar finanzwirksam schon mit der Steuererklärung 2019 genutzt werden. Neben der Möglichkeit eines Pauschalansatzes in Höhe von 30 % kann auch ein höherer rücktragsfähiger Verlust anhand detaillierter Unterlagen (z. B. betriebswirtschaftlicher Auswertungen) nachgewiesen werden. Er kann nicht nur bei der Jahressteuerfestsetzung für 2019, sondern auch bei der Herabsetzung von Vorauszahlungen genutzt werden. Sollte sich im Rahmen der Jahressteuerfestsetzung für 2019 eine Nachzahlung aufgrund der herabgesetzten Vorauszahlungen wegen eines voraussichtlich erwarteten rücktragsfähigen Verlustes für 2020 ergeben, wird diese auf Antrag zinslos gestundet.

Eine ausführliche Darstellung des Konjunkturpakets finden Sie auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums. Bei Detailfragen kommen Sie gerne auf uns zu.

10.06.2020

Zur Stärkung der angeschlagenen Konjunktur in Deutschland infolge der Coronavirus-Pandemie hat die Regierungskoalition in der vergangenen Woche ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen. Über die Einzelheiten informieren wir Sie, sobald das Gesetz verabschiedet wurde und Gewissheit über die genauen Regelungen besteht.

Eine überraschende Neuerung soll bereits ab dem 01.07.2020 gelten. Da die geplante Mehrwert- bzw. Umsatzsteuersenkung von 19 % auf 16 % und von 7 % auf 5 % zu einem umfassenden Handlungsbedarf für alle Unternehmen führt, fassen wir in unserer aktuellen Mandanteninformation (Stand 10.06.2020) schon einmal die wichtigsten Eckpunkte für Sie zusammen.

Wir haben die Sachlage bereits eingehend analysiert und sind dabei, alle Schnittstellen und Systeme in unserer Kanzlei an die Neuerungen anzupassen. Über die weiteren Entwicklungen und vor allem die konkreten Auswirkungen für Sie halten wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

Für die Zwischenzeit können wir Ihnen folgende Empfehlungen geben:

  • Wenn Sie selbst Software im Einsatz haben, etwa ein Kassensystem, kontaktieren Sie den Hersteller.
    und bitten Sie um einen Updatetermin.
  • Da wir für Juli 2020 mit einer aufwändigeren Buchhaltung rechnen müssen, unterstützen Sie uns gerne mit einer frühzeitigen Übermittlung Ihrer Unterlagen.

Gemeinsam meistern wir sicher auch diese tiefgreifende Umstellung. Für Ihr Vertrauen und die gute Zusammenarbeit in dieser turbulenten Zeit bedanken wir uns einmal mehr.

29.05.2020

Bitte beachten Sie, dass die Frist für die Stellung von Soforthilfeanträgen am 31.05.2020 endet. Das gilt sowohl für das Soforthilfe-Programm des Freistaates Bayern als auch des Bundes. Ein Anschlussprogramm wird derzeit auf Bundesebene erarbeitet. Sobald es konkrete Informationen gibt, informieren wir Sie.

Die genannten So­forthilfen dienen im Übrigen dazu, die wirtschaftliche Existenz von Unternehmen zu sichern und Liquiditätsengpässe durch die Folgen der Coronavirus-Pandemie zu überbrücken. nach einer aktuellen Mitteilung des Bayerischen Landesamtes für Steuern handelt es sich hierbei um eine Billigkeitsleis­tung, die nicht zurückgezahlt werden muss, soweit die relevanten Angaben im Antrag richtig und voll­ständig waren und wahrheitsgemäß gemacht wurden. Diese Soforthilfen unterliegen deshalb zwar der Steuerpflicht hinsichtlich der Einkommen- und Körperschaftsteuer, aus umsatzsteuerlicher Sicht stellen sie hingegen echte nichtsteuerbare Zuschüsse dar und sind weder in den Umsatzsteuer-Voranmeldungen noch in den Umsatzsteuer-Jahreserklärungen anzugeben.

Auch die monatlichen Zuschüsse aus dem im zuletzt erwähnten Hilfsprogramm des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst für Künstlerinnen und Künstler unterliegen, unabhängig von der einkommensteuerlichen Behandlung, nicht der Umsatzsteuer und müssen weder in den Umsatzsteuer-Voranmeldungen noch in den Umsatzsteuer-Jahreserklärungen angegeben werden. Für andere finanziel­le Unterstützungsangebote (Darlehensprogramme, Bürgschaftsprogramme, Bayernfonds etc.) gelten diese Grundsätze allerdings nicht. Deren steuerliche Behandlung ist im Einzelfall gesondert zu prüfen.

Und schließlich wird die 1.500-Euro-Sonderzahlung gesetzlich verankert. Der Bundestags-Finanzausschuss hat eine entsprechende Änderung kurzfristig in das Corona-Steuerhilfe-Gesetz eingefügt, das der Bundestag gestern verabschiedet hat und nun noch durch den Bundesrat muss.

22.05.2020

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat das Online-Antragsverfahren für das bayerische Hilfsprogramm Künstler freigeschaltet. Direkt zur Antragstellung geht es hier. Das Hilfsprogramm wurde aufgestockt und der Kreis der Berechtigten erweitert. Antragsberechtigt sind nun freischaffende Künstler mit Hauptwohnsitz in Bayern, wenn sie nach Künstlersozialversicherungsgesetz versichert sind oder nachweisen können, dass sie ihren Lebensunterhalt überwiegend mit erwerbsmäßiger künstlerischer Tätigkeit verdienen, auch wenn sie nicht über die KSK versichert sind, inhaltlich aber die Kriterien der KSK für eine künstlerische Tätigkeit erfüllen. Mit diesem „Modell KSK Plus“ werden die Kriterien für eine Mitgliedschaft angelegt, ohne formal eine KSK-Mitgliedschaft zu fordern, was etwa punktuell beschäftigten Künstlern wie z. B. Schauspielern eine Unterstützung ermöglicht. Die Künstler sollen über drei Monate monatlich bis zu 1.000 Euro erhalten, wenn ihre fortlaufenden Einnahmen aufgrund der Coronavirus-Pandemie zur Sicherstellung des Lebensunterhalts nicht ausreichen. Die Anpassung des Programms soll der Lebenswirklichkeit der Künstler gerecht werden.

Informationen den zu Hilfsprogrammen des Bundes für Künstler, Kultur- und Medienschaffende finden Sie unter hier und 
hier.

06.05.2020

Ab sofort können bayerische Kleinunternehmen über ihre Hausbank einen Schnellkredit der LfA Förderbank Bayern beantragen, um die Coronavirus-Krise besser zu überstehen. Firmen bis zu fünf Mitarbeitern erhalten maximal 50.000 Euro, bis zu zehn Mitarbeitern maximal 100.000 Euro. Corona-Soforthilfe wird von der Höchstsumme des Kredits abgezogen. Die Kreditlaufzeit beträgt fünf oder zehn Jahre. Die Zinsen sind auf jährlich 3 % festgelegt. Der Schnellkredit ist jederzeit rückzahlbar, und es wird keine Sicherheit des Kreditnehmers gefordert. Nähere Informationen auf der Website der LfA.

27.04.2020

Bund und Länder arbeiten weiter an Entlastungen für von der Coronavirus-Krise geschädigte Unternehmen.
Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Neuerungen und Aktualisierungen für Sie zusammen.

Vorgezogener Verlustrücktrag

Laut Bundesfinanzministerium können Unternehmen, die Corona-bedingt in diesem Jahr mit einem Verlust rechnen, ab sofort auch eine Erstattung von Vorauszahlungen zur Einkommen- oder Körperschaftsteuer für 2019 beantragen. Von einer Betroffenheit wird standardmäßig ausgegangen, wenn die Vorauszahlungen für 2020 bereits auf null Euro herabgesetzt wurden. Der pauschal ermittelte Verlustrücktrag aus 2020 beträgt 15 % der maßgeblichen Einkünfte, die der Festsetzung der Vorauszahlungen für 2019 zugrunde gelegt wurden (max.1 Mio. Euro bzw. 2 Mio. Euro bei Zusammenveranlagung). Wenn das Unternehmen wider Erwarten im Jahr 2020 doch Gewinn erzielen sollte, zahlt es diese Finanzspritze wieder zurück. Solange das Unternehmen Verluste ausweist, muss nichts zurückgezahlt werden.

Mehrwertsteuersenkung für Gastronomiegewerbe

Die Mehrwertsteuer für Speisen in Gaststätten wird nach einem entsprechenden Koalitionsbeschluss ab dem 01.07.2020 befristet bis zum 30.06.2021 auf den ermäßigten Steuersatz von 7 % gesenkt.

Soforthilfe für soloselbstständige Künstler

Der Ministerrat hat ein neues Hilfsprogramm für soloselbständige Künstler in Höhe von bis zu 90 Mio. Euro beschlossen. Es soll bis zu 30.000 in der Künstlersozialkasse versicherte Solokünstler erfassen, die bislang nicht von dem Programm „Soforthilfe Corona“ profitieren. Die Betroffenen sollen über drei Monate monatlich 1.000 Euro erhalten, wenn ihre fortlaufenden Einnahmen aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht zur Sicherstellung ihres Lebensunterhalts ausreichen. Die genauen Fördergrundsätze werden nun ausgestaltet, dann wird das Programm in den Bundesländern über die Bezirksregierungen und die Landeshauptstädte abgewickelt.

Höhere Mindestlöhne in der Pflegebranche

Für alle in der Pflege tätigen Arbeitnehmer gelten laut einer Verordnung des Bundesarbeitsministeriums künftig höhere Mindestlöhne. Zudem werden zusätzlich zum gesetzlichen Urlaubsanspruch weitere bezahlte Urlaubstage gewährt.

Lohnsteueranmeldung

Das Bundesfinanzministerium gibt bekannt, dass Arbeitgebern die Fristen zur Abgabe monatlicher oder vierteljährlicher Lohnsteuer-Anmeldungen während der Coronavirus-Krise im Einzelfall auf Antrag nach § 109 Absatz 1 AO verlängert werden können. Voraussetzung ist, dass sie selbst oder die mit der Lohnbuchhaltung beauftragte Person nachweislich unverschuldet daran gehindert sind, die Lohnsteuer-Anmeldungen pünktlich zu übermitteln. Die Fristverlängerung darf maximal zwei Monate betragen. Zuvor hatte Bayern bereits eine zweimonatige Fristverlängerung für die Abgabe der Lohnsteueranmeldungen für März bzw. das erste Quartal 2020 gewährt.

Steuerfreie Sonderzahlungen

Arbeitgeber können ihren Beschäftigten nun Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren. Erfasst werden Sonderleistungen, die die Beschäftigten zwischen dem 01.03.2020 und dem 31.12.2020 zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erhalten. Die steuerfreien Leistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen. Andere Steuerbefreiungen und Bewertungserleichterungen bleiben hiervon unberührt. Die Beihilfen und Unterstützungen bleiben auch in der Sozialversicherung beitragsfrei.

Kurzarbeitergeld

Das Kurzarbeitergeld soll für diejenigen, die derzeit um mindestens 50 % weniger arbeiten, ab dem vierten Monat des Bezugs auf 70 % (bzw. 77 % für Haushalte mit Kindern) und ab dem siebten Monat des Bezuges auf 80 % (bzw. 87 % für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht werden. Für Arbeitnehmer in Kurzarbeit werden demnach ab dem 01.05.2020 bis längstens 31.12.2020 die bereits bestehenden Hinzuverdienstmöglichkeiten mit einer Hinzuverdienstgrenze bis zur vollen Höhe des bisherigen Monatseinkommens für alle Berufe geöffnet.

Hierzu noch ein Tipp: Die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit hat eine Liste der fünf häufigsten Fehler bei der Beantragung von Kurzarbeitergeld veröffentlicht. Diese Übersicht und weitere nützliche Informationen wie etwa eine Schritt-für-Schritt-Videoanleitung zur Antragstellung finden Sie hier.

Bei Umsetzungen in Ihrem Einzelfall stehen wir Ihnen gerne zur Seite. Wir wünschen Ihnen für die derzeitigen Herausforderungen weiterhin alles Gute und viel Kraft.

01.04.2020

In die Hilfsmaßnahmen für von der Coronavirus-Krise betroffene Unternehmen kommt weiter Bewegung. Auf folgende wichtige Neuerungen weisen wir Sie hin:

Corona-Soforthilfe

Hier gibt es nicht nur höhere Fördersummen, sondern auch ein geändertes Prozedere. Unternehmen mit Liquiditätsengpass, die vom Bundes- und Landesprogramm profitieren wollen, müssen ab sofort unter www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona einen elektronischen Antrag stellen. Falls Sie schon einen Antrag gestellt haben (unabhängig davon, ob Sie schon einen Bescheid oder eine Auszahlung erhalten haben), müssen Sie einen neuen elektronischen Antrag ausfüllen und dies im Formular ankreuzen. Achtung: Anträge, die Sie per PDF oder per Post an die Bewilligungsbehörden senden, werden nicht mehr bearbeitet!

Laut Definition liegt ein Liquiditätsengpass vor, wenn infolge der Coronavirus-Pandemie die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten die Verbindlichkeiten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand zu zahlen (z. B. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten). Private liquide Mittel müssen nicht (mehr) zur Deckung des Liquiditätsengpasses eingesetzt werden.

Webinar der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu Maßnahmen und Förderkrediten

Wie bereits mitgeteilt, nimmt die KfW verstärkt ihre Aufgabe wahr, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. Die KfW wird dazu die bestehenden Kredite für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen verbessern.

Die KfW informiert in einem Webinar, welche KfW-Maßnahmen es konkret gibt und wie Förderkredite beantragt werden können. Unter den folgenden Links können Sie sich jeweils zum Webinar anmelden: 01.04. / 02.04. / 06.04. / 07.04. / 08.04. Notwendig für die Teilnahme sind lediglich:                

  • PC mit Internetzugang
  • Browser: Google Chrome, Mozilla Firefox oder Safari
    (eine Teilnahme mit dem Internet Explorer ist nicht möglich)
  • installierte Soundkarte
  • Headset oder Lautsprecher

Alternativ können Sie sich auch per Telefon dazuschalten. Die Einwahldaten erhalten Sie mit der Bestätigungs-E-Mail im Anschluss an die Anmeldung. Unter www.edudip-next.com finden Sie weitere Informationen rund um die Funktionen der Webinar-Software.

Des Weiteren informiert die KfW Unternehmen hier über die in Frage kommenden Kredite, die dafür erforderlichen Unterlagen, den maximal möglichen Kreditrahmen und vieles mehr.

An die Hand geben möchten wir Ihnen außerdem die Fälligkeitstermine Steuern/Sozialversicherung April/Mai 2020 sowie einen Leitfaden zur Vorbereitung auf gemeinsame Bankgespräche (Stand: 01.04.2020).

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Update eine weitere Hilfestellung geben zu können, um möglichst gut durch diese schwierige Zeit zu kommen. Bei Rückfragen zu den obigen und allen weiteren Themen rund um die Coronavirus-Krise sind wir gerne für Sie da.

24.03.2020

Wie angekündigt informieren wir Sie heute über den aktuellen Stand der Unterstützungsmaßnahmen in der Coronavirus-Krise.

Umsatzsteuer

Das Bayerische Finanzministerium hat mitgeteilt, dass der Freistaat Bayern (wie die meisten anderen Bundesländer auch) den Unternehmen, die besonders unter der Corona-Pandemie leiden, weiterhin finanziell unter die Arme greift. Um die Liquidität der betroffenen Unternehmen zu gewährleisten, wird das Land Bayern die bereits geleisteten Umsatzsteuer-Sondervorauszahlungen für das Jahr 2020 (USt 1/11 wegen Dauerfristverlängerung) wieder zurückzahlen. Diese Sonderzahlung wird sonst immer bei der Voranmeldung Dezember wieder abgezogen. In anderen Bundesländern wurde ein vergleichbares Vorgehen eingeleitet.

Hier die Pressemitteilung im Wortlaut.

Zinslose Stundung

Es können durch vereinfachte Stundungsregelungen bereits festgesetzte bzw. angemeldete Steuerzahlungen bei einer erheblichen Härte zinslos gestundet werden. Die vereinfachte Stundungsregelung gilt nur für Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer. Die Lohnsteuer und Kapitalertragsteuer können nicht gestundet werden. Eine zinslose Stundung kann vorerst drei Monate erfolgen.

Bezüglich der Umsatzsteuersondervorauszahlung und zinslosen Stundung setzen Sie sich bitte mit Ihrem FiBu- bzw. Jahresabschluss-Ansprechpartner per E-Mail in Verbindung.

Stundung Sozialversicherungsbeiträge

Aktuell beraten die Sozialversicherungsträger auf Verbandsebene, welche Möglichkeiten Krankenkassen denjenigen Arbeitgebern bieten können, die wegen der Folgen der Coronavirus-Krise in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Wenn Sie schon jetzt davon betroffen sind, müssen Sie sich für individuelle Lösungen selbst bei den Krankenkassen melden.

Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige

Weitere Maßnahmen werden aktuell von der Bundesregierung beschlossen. Diese beinhalten im Wesentlichen eine Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige. Die Eckpunkte finden Sie hier. Sobald es dafür Anträge gibt, stellen wir Ihnen diese zur Verfügung.

Hilfskredite

Daneben sollen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in erheblichem Umfang Hilfskredite zur Verfügung gestellt werden. Die verschiedenen Förderkredite werden von Kreditinstituten an ihre Kunden weitergegeben. Sie können ab sofort beantragt werden. Die Voraussetzungen für die KfW-Kredite wurden massiv gelockert und Konditionen verbessert, um möglichst vielen Unternehmen schnell und wirksam zu helfen. Die Mindestanforderungen an die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens, die sonst bei der Kreditvergabe der KfW gelten, sind deutlich reduziert. Die KfW übernimmt den bei weitem größten Teil der Haftung für diese Kredite (80 bis 90 %). Dafür garantiert der Bund. Das erleichtert Banken, Sparkassen und anderen Finanzierungspartnern die Kreditvergabe. Um eine zügige Auszahlung zu erreichen, werden Prozesse vereinfacht, z. B. durch eine Risikobewertung allein durch die Hausbank bis zu einer Kreditobergrenze von 3 Mio. Euro. Bis 10 Mio. Euro findet nur eine deutlich vereinfachte Prüfung statt.

Kurzarbeit

Darüber hinaus werden erweiterte Kurzarbeitsregelungen umgesetzt. Im Einzelnen soll es folgende Erleichterungen geben:

  • Das Erfordernis, dass mindestens ein Drittel der Belegschaft vom Arbeitsausfall betroffen ist, wird auf eine Schwelle von 10 % abgesenkt.
  • Die Sozialversicherungsbeiträge werden vollständig von der Bundesagentur für Arbeit übernommen.
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden wird teilweise oder vollständig verzichtet.
  • Auch Leiharbeitnehmer können Kurzarbeitergeld beziehen.
  • Wie bereits am 29.01.2020 von der Bundesregierung beschlossen, soll im gleichen Zug eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldbezugs von 12 auf 24 Monate ermöglicht werden.

Diese erweiterten Regelungen sollen rückwirkend zum 01.03.2020 in Kraft treten.

22.03.2020

Der Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus fordert weitere Einschnitte in unser gesellschaftliches Miteinander. Deutschlandweit soll ein umfangreiches Kontaktverbot für alle Bürger in Kraft treten. Kanzlerin Angela Merkel hat sich nach Medienberichten sogar selbst in häusliche Quarantäne begeben.

Auch wir tragen der aktuellen Situation Rechnung und reduzieren die Öffnungszeiten unserer Niederlassungen auf das Nötigste. Zur Abgabe und Abholung von Unterlagen, die nicht per Post versandt werden können, sind unsere Standorte ab sofort montags bis donnerstags von 9 Uhr bis 12 Uhr besetzt. Bitte kündigen Sie sich vorab an; individuelle Absprachen sind möglich. Die geänderten Zeiten gelten vorerst bis zum 14.04.2020.

Ihre laufenden steuerlichen Angelegenheiten werden weiterhin zuverlässig von unseren Mitarbeitern im Homeoffice erledigt. Am besten erreichen Sie Ihre gewohnten Ansprechpartner per E-Mail, Sie werden dann schnellstmöglich zurückgerufen. Persönliche Termine können derzeit leider nicht wahrgenommen werden. Stattdessen können Sie aber gerne jederzeit einen Termin für ein Gespräch per Telefon oder Videokonferenz mit uns vereinbaren.

Wir möchten die Gelegenheit nicht ungenutzt lassen, Sie auf das enorme Potenzial digitaler Lösungen auch in ruhigeren Zeiten hinzuweisen. Schneller Austausch, eine tagesaktuelle Buchführung sowie die Zusammenführung von Finanzbuchführung, Lohn und Steuern sind nur einige von vielen entscheidenden Vorteilen. Daher werden wir für alle Mandanten, die noch keine oder nicht alle Möglichkeiten zur digitalen Zusammenarbeit mit uns nutzen, bis Ende März ein umfangreiches Informationspaket vorbereiten. Nur so viel vorab: Alles, was Sie an „Hardware“ dafür benötigen – einen PC mit Scanner oder ein Smartphone mit Kamera –, haben Sie mit Sicherheit bereits jetzt.

Die Bekanntgabe weiterer Unterstützungsmaßnahmen für vom Coronavirus beeinträchtigte Unternehmer erwarten wir für Anfang der Woche. Sobald uns gesicherte Kenntnisse vorliegen, informieren wir Sie.

17.03.2020

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat in seiner heutigen Kabinettssitzung Unterstützungsmaßnahmen für betroffene Unternehmen beschlossen. Diese umfassen:

  • Soforthilfeprogramm „Härtefall-Fonds Corona“ (5.000 bis 30.000 Euro)
  • Finanzielle Unterstützungsangebote (LfA/KfW)
  • Kurzarbeit
  • Steuerstundung

Das Soforthilfeprogramm „Härtefall-Fonds Corona“ kann ab dem 18.03.2020 mit diesem Formular beantragt werden.

Weitere Informationen, Formulare und Adressen finden Sie unter www.stmwi.bayern.de/coronavirus.

16.03.2020

Die Coronavirus-Pandemie hat weitreichende Folgen für alle Lebensbereiche, die Ereignisse überschlagen sich. Es ist uns wichtig, Ihnen mitzuteilen, dass Sie in dieser turbulenten Zeit voll und ganz auf uns zählen können.

Als Digitale Kanzlei sind wir für die aktuelle Lage gut gewappnet. Sowohl bei unseren internen Prozessen als auch in der Kommunikation mit unseren Mandanten kommen wir weitestgehend ohne physische Kontakte aus. In Krankheits- und Vertretungsfällen hat sich bereits bewährt, dass alle Mitarbeiter ortsunabhängig auf alle relevanten Daten zugreifen und die laufende Betreuung gewährleisten können.

Im Zuge der Verbreitung des Coronavirus greift nun ein umfassender Krisenplan, der die Aufrechterhaltung aller Abläufe auch unter den erschwerten Bedingungen sicherstellt. In einem ersten Schritt wurde die gesamte Belegschaft mit Homeoffice-Arbeitsplätzen ausgestattet, um unseren Beitrag zur Sicherheit unserer Mandanten und Mitarbeiter sowie Eindämmung des Virus zu leisten. Darüber hinaus wurden Taskforces gegründet, die sich laufend über alle aktuellen Entwicklungen informieren und die Konsequenzen und Handlungsmöglichkeiten für unsere Mandanten im Blick behalten. Und schließlich wurden die Aufgabenbereiche unserer Mitarbeiter so reorganisiert, dass alle Themen Vorrang haben, die Ihrer Liquiditätssicherung dienen.

Wer vom Coronavirus wirtschaftlich betroffen ist, kann bereits bestehende sowie neue Maßnahmen zur Entlastung nutzen. Einen ersten Überblick finden Sie in unserer Mandanteninformation zum Sonderthema Coronavirus (Stand 16.03.2020).

Bitte beachten Sie, dass wir aus technischen Gründen wir in nächster Zeit am besten per E-Mail erreichbar sind und Sie schnellstmöglich zurückrufen. Wir wünschen Ihnen viel Ruhe und Kraft für die Herausforderungen der kommenden Wochen. Und natürlich das Allerwichtigste: Bleiben Sie gesund.